Wer eine 24-Stunden-Betreuungskraft aus Osteuropa engagieren möchte, sollte gegenwärtig (Stand: August 2025) mit monatlichen Gesamtkosten zwischen 2.000 € und 3.500 € rechnen. Der genaue Betrag hängt stark vom gewählten Modell, den Sprachkenntnissen und Anforderungen an die Betreuungskraft sowie den Leistungen der vermittelnden Agentur ab. Vor einer Entscheidung ist es deshalb wichtig, ein unverbindliches Angebot einzuholen und sich dann mit den vertraglichen Rahmenbedingungen und der Kostenstruktur des jeweiligen Anbieters zu befassen.
Entsendemodell
Am weitesten verbreitet ist – wie im Falle von Altera Vita (Pflegehelden Rhein-Neckar) – das Entsendemodell über eine Agentur. Hier liegen die Preise in der Regel zwischen 2.500 € und 3.500 € im Monat, wobei bereits Sozialabgaben, Steuern und die Agenturprovision enthalten sind. Noch etwas günstigere Varianten sind möglich, wenn die Betreuungskraft praktisch über keine Deutschkenntnisse verfügt. Wer eine erfahrene, über viele Einsätze bewährte Betreuungskraft mit guten bis sehr guten Sprachkenntnissen wünscht, muss eher 2.600 € oder mehr einplanen. Direktanstellungen oder selbstständige Betreuungskräfte bewegen sich preislich meist im gleichen Rahmen.
Zuschüsse
Eine Möglichkeit den Eigenanteil zu senken, besteht durch staatliche Zuschüsse. So steht Pflegebedürftigen je nach Pflegegrad ein monatliches Pflegegeld von mehreren hundert Euro zu, das direkt zur Finanzierung der Betreuung genutzt werden kann. Zur flexiblen Nutzung für Leistungen der Verhinderungs- und Kurzzeitpflege steht ab Pflegegrad 2 zudem das so genannte Entlastungsbudget mit bis zu 3.539 € zur Verfügung. Auch steuerlich lassen sich die Kosten häufig als haushaltsnahe Dienstleistungen oder außergewöhnliche Belastung geltend machen, wodurch sich der tatsächliche Eigenanteil auf etwa 1.100 € bis 2.000 € reduzieren kann.
24-Stunden-Modell
Zu beachten ist allerdings, dass der Begriff „24-Stunden-Betreuung“ letztlich irreführend ist: Weder darf eine einzelne Betreuungskraft nach deutschem Arbeitszeitgesetz eine durchgehende Rund-um-die-Uhr-Betreuung leisten, noch ist ein Mensch hierzu physisch und psychisch in der Lage. Rein formal wären für eine tatsächlich benötigte 24-Stunden-Versorgung mehrere Kräfte erforderlich, was die Kosten auf ein Vielfaches erhöhen würde. In der Praxis bedeutet das Modell daher eher eine „Rund-um-die-Uhr-Präsenz im Haushalt“, kombiniert mit flexibler Hilfe bei Pflege und im Alltag.